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Interview mit Tatjana Zheljazko: Der Weg zur Meisterschaft durch Wettbewerbe und Konzerte

Interview mit Ilgar Eyubov
Tatjana Wassiljewna Scheljasko

Absolventin des Weißrussischen Staatlichen Musikgymnasiums (BGM), Stipendiatin des regionalen Kulturausschusses der Region Witebsk, Mitglied der gesellschaftlichen Organisation „Weißrussische Union zur Unterstützung von Kulturschaffenden“, Preisträgerin internationaler Wettbewerbe. Teilnahme an zahlreichen kulturellen Veranstaltungen: Konzerten, Musikfestivals, Konferenzen. Entwicklerin der Unterrichtsmethode „Kreatives Klavierspiel“. Weitere Informationen finden Sie in den Kommentaren unten.

Heute begrüßen wir eine inspirierende und talentierte Pädagogin: Tatjana Scheljasko, Pianistin aus Minsk, zweifache Preisträgerin der von Caspi Art LTD unterstützten „Musikkonzerte“. In diesem Gespräch erfahren Sie mehr über ihren Werdegang. Konzerte und musikalische Phrasierung – Tatjana Scheljasko schöpft ihre Inspiration aus eigenen künstlerischen Erfolgen. Ihr Ansatz ist originell und einzigartig. Konzertdarbietungen sind für sie nicht bloß Wettbewerbe, sondern entscheidende Etappen in der Entwicklung eines Musikers.

Im Gespräch geht es um den Wettbewerb junger Pianisten, die Vorbereitung auf die Bühne sowie um jene Qualitäten, die eine herausragende Musikpädagogin auszeichnen.

– Tatjana, erzählen Sie uns, wie Ihr Weg in die Musikpädagogik begann. Ist das etwa Zeitverschwendung?

– Ich habe am Musikkolleg, an der Universität und an der Akademie studiert. Hier braucht man keine überflüssigen Einzelheiten. Es bedarf keiner besonderen Genehmigung. Schon der kleinste Fortschritt eines Schülers bereitet mir große Freude. Seine Entwicklung zu beobachten, ihn zu begleiten und zu leiten – das vermittelt ein tiefes Gefühl der Erfüllung.

– Erzählen Sie über Ihre pädagogische Laufbahn. Lässt sich eine gewöhnliche Situation tatsächlich in etwas Außergewöhnliches verwandeln?

– Neben dem fundierten Wissen, das ich meinen Schülern mit großer Sorgfalt vermittele, ist mein Unterricht keineswegs Routine. Ich setze beispielsweise eigens entwickelte Übungen zur Vorbereitung der Hände für Anfänger ein („Kreatives Klavierspiel“), sogenannte einzigartige „Tricks“, die das Lernen qualitativ verbessern. So gestaltet sich die Vorbereitung auf Konzerte und Wettbewerbe: intensives Üben und maximale Bühnenpräsenz.

– Kann während Wettbewerben und Konkurrenzsituationen die Musik wirklich „klingen“?

– Die Bühne ist eines der zentralen Ziele im Klavierunterricht. Sobald das Kind nicht nur Noten im Unterricht auswendig lernt, sondern wirklich in die Musik eintaucht, wird sein Hören aktiv und tiefer. Es geht hier nicht um bloßen Wettbewerb oder dessen Abwesenheit, sondern darum, unter Stressbedingungen arbeiten zu können. Außerdem vermittelt selbst eine öffentliche Aufführung – auch online – dem Schüler eine viel wertvollere Erfahrung als reiner Unterricht im Klassenzimmer.

– Welche Eigenschaften sind in der Musikwelt besonders wichtig?

– Neben Talent sind Zielstrebigkeit, Geduld und analytische Fähigkeiten entscheidend. Technische Meisterschaft ist ebenso unerlässlich wie natürliche Musikalität und emotionale Intelligenz. Diese Qualitäten zeigen sich bereits im Kindesalter – und ich habe das Glück, sie bei meinen Schülern oft zu erkennen.

– Wie bereiten Sie Ihre Schüler auf Wettbewerbe und Konzerte vor?

– Wir beginnen stets mit der Auswahl des Repertoires, wobei ich besonders achtsam vorgehe. Es gibt kein universelles Rezept. Wir analysieren sorgfältig technische Schwierigkeiten, Artikulation, Phrasierung und alle Details des Werkes. Danach trainieren wir den Umgang mit Nervosität und die Aufrechterhaltung innerer Stabilität. In diesem Zusammenhang gibt es keinen anderen Weg. Wir besprechen die Stücke zudem gemeinsam mit anderen Schülern und Lehrkräften.

– Welchen Rat geben Sie Eltern, deren Kinder an Wettbewerben teilnehmen möchten?

– Das Wichtigste ist, das Kind zu unterstützen, ohne zusätzlichen Druck auszuüben. Man muss verstehen: Ein Wettbewerb ist Teil des Bildungsprozesses, nicht das Endziel an sich. Musik soll Freude bereiten und nicht zum Leidensweg werden. Übrigens ist es beim ersten Mal nicht nötig, unbedingt weiterzumachen.

– Viele junge Pädagogen stoßen am Anfang ihrer Laufbahn auf Schwierigkeiten. Welche Fehler sollten sie vermeiden?

– Einer der gefährlichsten Fehler besteht darin, alle Schüler nach ein und derselben Methode zu unterrichten. Jedes Kind ist individuell, und es ist entscheidend, den passenden Zugang zu finden. Und natürlich darf man die psychologische Komponente niemals unterschätzen: Die Unterstützung des Schülers ist stets wichtiger als das bloße Fordern von Ergebnissen.

Internationale Kunstwettbewerbe und Festivals (live)

Internationale Kunstwettbewerbe (ONLINE)

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