In der gegenwärtigen Entwicklungsphase der aserbaidschanischen Chormusik gibt es zahlreiche Persönlichkeiten, deren Werke wesentlich zur Herausbildung dieser Kunst beigetragen und eine wichtige Rolle für die Entwicklung der modernen Chorkunst gespielt haben. Eine dieser Persönlichkeiten ist Yulizana Kukhmazova, Verdiente Künstlerin der Republik Aserbaidschan, Doktorin der Philosophie (Kunstgeschichte) und Dozentin am Lehrstuhl für Chorleitung der Usbejir-Hadschibekow-Musikakademie in Baku.
Yulizana Kukhmazova zeichnet sich durch eine vielseitige schöpferische Persönlichkeit aus: Neben ihrer Tätigkeit als Chordirigentin und Pädagogin ist sie auch Komponistin, Wissenschaftlerin und gesellschaftlich engagiert. Parallel zu ihrer praktischen Tätigkeit beschäftigt sie sich als kreative Persönlichkeit mit Komposition. Zunächst arbeitete sie an Bearbeitungen volkstümlicher Lieder für Chor und begann danach, eigene Werke sowohl für Chor als auch für Solisten zu komponieren.
Zu ihren Chorbearbeitungen volkstümlicher Lieder gehören Werke wie „Laçın“, „Yally“, „Çal-oyuna“, „Gölməz yolə gedirəm“, „Yarıma bax“ und „Mən gülü dəstə bağlaram“. Zu ihren Originalkompositionen zählen unter anderem „Bilay bilay“, „Qara torpaq“, „Anlamadan eylədik“, „Zəfər marşı“ (für Chor und Orchester), „Ol sən“ (nach Versen von Nizami Gəncəvi – für Stimme und Orchester) sowie „Yaxşıqı varsan“ (nach Texten von G. Məmmədov – für Stimme, Kamança und Klavier).
Die Werke von Y. Kukhmazova wurden bereits in Bulgarien, Serbien, Montenegro, Portugal, Kasachstan und Kroatien aufgeführt.
Yulizana Kukhmazova ist Preisträgerin zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe und fungiert regelmäßig als Jurymitglied oder Juryvorsitzende bei internationalen Projekten von weltweiter Bedeutung.
Seit 2018 ist sie Jurymitglied des Internationalen Wettbewerbs „Caspi Art“, bei dem sie wiederholt zur Juryvorsitzenden gewählt wurde.
Yulizana Kukhmazova beteiligte sich an zahlreichen Projekten und komponierte Musik für Initiativen der TÜRKSOY. So schuf sie beispielsweise ein Werk für die „IV. Weltspiele der Nomaden“, die am 30. September 2022 in İznik stattfanden.
In diesem Jahr wird am 19. Oktober in Ankara ihr für Chor und Orchester komponierter Marsch aufgeführt, der dem 30-jährigen Jubiläum der TÜRKSOY gewidmet ist.
Beim Festival „Xarı Bülbül“, das 2023 in Schuscha stattfand, erklang ihr Werk „Xarı Bülbül“, für das sie eine Auszeichnung erhielt. Sie sagte dazu: „Dies ist nicht mein erster Preis, aber er ist mir besonders wertvoll, da er mit meiner Arbeit an einem Projekt in Schuscha verbunden ist. Ich freue mich sehr, dass mein Werk ausgerechnet bei diesem Festival in Schuscha aufgeführt wurde.“